Remseck am Neckar

Remseck am Neckar

Teil 1

Die Stadt Remseck umfasst insgesamt 6 Teilorte : Aldingen am Neckar, Neckarrems, Neckargröningen, Hochberg, Hochdorf sowie Pattonville, genauer gesagt Remsecks Anteil an Pattonville. Wir werden Ihnen heute alle Teilorte nach und nach kurz vorstellen. Die Gemeinde wurde im Zuge der Kreisreform in den 70er Jahren durch Zusammenschluss von zuvor politisch selbständigen Gemeinden gebildet, die schon seit Jahrhunderten existierten und auch eine jeweils ganz eigene Geschichte haben – Ausnahme Pattonville – aber dazu später. Seit 2004 ist Remseck Große Kreisstadt und hat rund 26.000 Einwohner.

Die Einwohnerzahl der Stadt ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen: Zwischen 1970 und heute hat sich die Bevölkerung verdoppelt. Das ist vor allem der idealen Lage der Teilorte im Großraum Stuttgart geschuldet. Viele Arbeitsplätze direkt am Ort sowie der Zugang zu zahllosen Arbeitsplätzen in unmittelbarer Nachbarschaft. Egal in welche Himmelsrichtung.

Überregionale Bekanntheit erlangt seit Jahrzehnten die Stadt vor allem durch sie: die Remsecker Brücke – genauer gesagt zwei Brücken, einmal über den Neckar, einmal über die Rems.

Die ideale Verkehrsanbindung von Remseck gestaltet sich also einerseits als echten Segen für die Menschen, andererseits auch – der Verkehrsbelastung wegen - als Fluch: Nicht weniger als 6 regional überaus bedeutsame Straßen kommen hier zusammen. Mit dem Ergebnis, dass zu bestimmten Rush-Hour-Zeiten zwischen der Abbiegung nach Ludwigsburg und Marbach einerseits und den Straßen Richtung den Städten Stuttgart, Fellbach, Waiblingen und Winnenden andererseits entsprechend starker Verkehr üblich ist. Trotz des starken Autoverkehrs: Auffällig ist, dass die Teilorte von Remseck selbst in ihren jeweiligen Ortsmitten außergewöhnlich ruhig und pittoresk sind. Ein gutes Beispiel dafür ist Neckargröningen.

In der Dorfstraße mit der einstigen Wehrkirche Sankt Martin, dem alten Rathaus und weiter runter an den Neckar könnte man kaum meinen, dass man sich unmittelbar an den Stadtgrenzen der Landeshauptstadt befindet. Der Neckar fließt hier ruhig und gelassen dahin. Doch die Wasserstandslinien der jeweiligen Hochwasser in der Geschichte von Neckargröningen an der Alten Schmiede zeigen, das der Fluss eben auch manchmal seine wilde Seite zeigen kann.

Über den Neckar und die Remsbrücke liegt das Rathaus, einem reinen Zweckbau. Am sogenannten Hechtkopf fließt dann auch die Rems in den Neckar. Dieses Fluss-Eck ist - zusammen mit der ehemaligen Burg oberhalb- nicht nur Namensgeber der Stadt, sondern mit seinem Neckarstrand wohl auch einer der schönsten Flecken von Remseck.

Und dazu: Die beiden Holzbrücken für Fußgänger und Radfahrer, einmal über die Rems, einmal über den Neckar. Sie verbinden seit 1988 und 1990 die Stadtteile diesseits und jenseits des Neckar im Alltag. Seinerzeit waren die 51 Meter und 80 Meter langen Bauwerke die größten freitragenden Holzbrücken Europas. Sie bestehen im Grundgerüst komplett aus Holz und sind mit einem Dach aus überlappenden Glasplatten gegen die Witterung geschützt. Sie wurden an Land zusammengebaut und dann über die Flüsse geschoben.

Wir sind hier schon auf dem Gebiet des Stadtteils Neckarrems . Es wurde 1268 erstmals erwähnt. Das Alte Rathaus von 1564 hat ein Giebelfachwerk aus dem Jahr 1915. Die spätgotische Pfarrkirche St. Michael und Sebastian wurde um 1500 erbaut. Auch in Neckarrems geht es überraschend ruhig und gemächlich zu – fast wie in früheren Zeiten.

Im Süden – direkt an der Stadtgrenze zu Stuttgart - liegt der größte Stadtteil, Aldingen am Neckar mit über 8400 Einwohnern. Hier direkt an der Staustufe Aldingen haben Tier und Mensch die gute Chance, die Natur zu geniessen. Für flussaufwärts fahrende Neckarschiffer ist die Staustufe Aldingen das letzte Hindernis vor dem Stuttgarter Stadtgebiet. Aldingen wartet mit einem direkten Anschluss an die Stuttgarter U-Bahn auf - für Pendler ideal, denn alle 10 min fährt eine Schnellbahn der U 14 von hier aus in die Landeshauptstadt. Auf dem Remsecker Stadtgebiet gibt es insgesamt vier Haltestellen.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen außerdem drei Buslinien der Remsecker StadtBusse. Von der Haltestelle Neckargröningen aus, die auch Endhaltestelle der U Bahn ist, gibt es den direkten ÖPNV-Anschluss an die Ludwigsburger Verkehrslinien. Und wer nicht auf das Auto verzichten kann und möchte, der ist über die Landesstraße 1100 - keine Staus vorausgesetzt - sehr schnell in Stuttgart.

Von der Staustufe Aldingen geht es dorfeinwärts vom Neckar aus weiter zum neuen Bürgerhaus als Versammlungsort der Aldinger und über die Hauptstraße weiter in die Ortsmitte zum Aldinger Schloss . Heinrich von Kaltenthal hat es im Jahr 1580 erbauen lassen. Wohl ums Jahr 1726 erhielt der dreigeschossige Renaissancebau dann die barocke Ausschmückung wie beispielsweise das reich profilierte Eingangsportal mit dem Kaltenthaler Wappen. Heute sind in dem Schloss Privatwohnungen untergebracht.

Auf der ehemaligen Gemarkung von Aldingen steht heute Remsecks neuester Stadtteil: Pattonville . Das Areal war zwischen 1954 und 1993 eine Siedlung der US-Armee. Das Konversionsareal wurde Stadtteil. 2016 lebten hier in Pattonville 7300 Einwohner. Am Kreisverkehr der das Areal teilenden John-F-Kennedy-Allee ist es fixiert: westlich der Straße liegt Kornwestheim, östlich der John-F-Kennedy-Allee Remseck am Neckar.

Im Norden liegt der Stadtteil Hochdorf mit über 2.000 Einwohnern, das sich bis heute das ruhige Dorfumfeld mit schöner Ortsmitte bewahren konnte. Auch hier überragt ein pittoreskes Schloss die Szenerie, erbaut ab dem Jahr 1515. Die Herrschaft wurde 1782 württembergisch. Auf der Anhöhe direkt dahinter die Pfarrkirche St. Wendelin - ein schlichter gotischer Bau, der ursprünglich wohl ein Teil der Burgbefestigung war. Unterhalb des Schlosses: der Wilhelmsplatz mit dem ehemaligen Wirtschaftshof des Schlossherrn aus dem 16. Jahrhundert.

Ebenso wartet auch der Stadtteil Hochberg mit einem Schloss auf: Dieses Mal oberhalb des Neckar gelegen. Daran anschließend, der alte Ortskern mit neugotischer Kirche und Häusern von ehemaligen Kleinbauern zu beiden Seiten der Hauptstraße. Das heutige Hochberg hat sich natürlich stark weiter ausgedehnt. Heute leben über 3 400 Menschen im Stadtteil. Fährt man über die Hochberger Neckarbrücke, erreicht man das Gewerbegebiet Schießtal.





Teil 2

Die Stadt mit über 26. 000 Einwohnern wartet - trotz Zugehörigkeit zum inneren Kreis des Raumes Stuttgart - mit so manchem Naturerlebnis auf. Ein erstes gutes Beispiel dafür ist die Umgebung des nördlichen Stadtteils Hochdorf unterhalb des Lembergs. Dann aber vor allem auch Sie: Die imposante Wand des ehemaligen Steinbruchs östlich von Neckarrems und - zu ihren Füßen - der Lauf der Rems. Seit Jahren bietet hier ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet entlang des Flusses und die hier vollkommen naturbelassene und langsam dahinfließende Rems für eine Vielzahl von Pflanzen, Vögel und Kleintieren ein ideales Refugium. Ein Fahrradweg entlang des Flusses gibt die Möglichkeit, einen Einblick in diesen Rückzugsraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten.

Unmittelbar dem Naturschutzgebiet folgend,schließt sich der Teilort Neckarrems mit seiner Rems-Promenade an, bevor der Fluss - nach weiteren wenigen hundert Metern - in den Neckar mündet. Die Rems zeigt sich hier also noch einmal von ihrer denkbar natürlichsten Seite. Das alles sind ideale Voraussetzungen für ein Projekt der nahen Zukunft: Denn 2019 werden 16 Kommunen auf 80 Kilometer entlang der Rems die Remstal Gartenschau 2019 veranstalten. Das gesamte Remstal wird von der Quelle bis zur hier zur Mündung in ein einziges riesiges Ausstellungsgelände verwandelt.

Neckaraufwärts geht es sonntags nach Aldingen, Remsecks größtem Stadtteil mit über 8400 Ein-wohnern. Im Ortskern an der Kornwestheimer Straße gab es anlässlich des Internationalen Tages der Museen beim sogenannten Scheurafescht des Vereins Alt-Aldinger Handwerksgeschichte einen sehr schönen Einblick in die traditionellen Handwerksberufe in früheren Zeiten wie beispielsweise den Wagner, den Schuhmacher,den Metzger, den Schreiner oder auch die traditionelle Hebamme.Das liebevoll eingerichtete Museum im Herzen von Aldingen wurde in jahrelanger Kleinarbeit vom Verein gestaltet.

Fährt man vom Neckar aus die Kornwestheimer Straße weiter Richtung Ludwigsburg entdeckt man dieses Kleinod der Natur. Hier ein sehr schönes Biotop entstanden - ein idealer Ruheplatz zum Verweilen.

Wir erreichen einen weiteren Stadtteil Remsecks. Das Groß-Bau-Projekt der letzten Jahre der Stadt Remseck war natürlich die Entwicklung von Pattonville: Das Areal war zwischen 1954 und 1993 eine Siedlung der US-Armee. General George S. Patton – kommandierender General im Zweiten Weltkrieg und kurz danach auch in der amerikanischen Besatzungszone- war Namenspate für die Siedlung. Nahezu 4.000 Militärangehörige lebten und arbeiteten hier. Unmittelbar südlich der Siedlung legte die US-Armee damals ein Flugplatz an, der über Jahrzehnte hin zu militärischen Zwecken genutzt wurde.

Heutzutage ist dieser Flugplatz – übrigens schon auf dem nördlichsten Punkt der Stadt Stuttgart erbaut - für die Öffentlichkeit nutzbar. Seit dem Jahr 2009 ist hier zudem der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung namens Christoph 51 als Rettungshubschrauber für Notfalleinsätze in der Umgebung stationiert. Nach dem Abzug der amerikanischen Armee erwarb der Zweckverband Pattonville-Sonnenberg-siedlung - bestehend aus den Städten Ludwigsburg, Kornwestheim und Remseck am Neckar - das gesamte Areal. Die Städte entwickelten gemeinsam nach und nach Pattonville. Durch den Ausbau des Ortszentrums von PattonvilleOrtszentrums von Pattonville gibt es ein Dienstleistungs- und Einkaufszentrum,genannt Patton-Point, sowie ein Bürgerzentrum. Erst durch den steten Zuzug von neuen Einwohnern in Pattonville wurde es der Stadt Remseck am Neckar ermöglicht, den Titel der Großen Kreisstadt zu beantragen. Grundsätzlich gilt: Im Vergleich zu ähnlichen Neubaugebieten, ist die Infrastruktur Patton-villes überdurchschnittlich gut.Und es wird weiter gebaut: Die Weiterentwicklung der Stadt Remseck am Neckar in Sachen Zuzug und Familienfreundlichkeit ist noch längst nicht zum Abschluss gekommen. Denn die Stadt ist als künftiger Wohnort weiterhin überaus beliebt.