Brackenheim

Brackenheim

Brackenheim ist eine Flächenstadt, mit einer Ausdehnung von fast 46 Quadratkilometer. Die, neben der Kernstadt sieben, Stadteile, liegen zum Teil recht weit auseinander und sind auch sonst recht eigenständig. Für Bürgermeister Kieser ist das eine besondere Herausforderung.

Seit der Gemeindereform in den 70ern, gehört Botenheim zum Stadtgebiet. Das “Heim” im Namen lässt vermuten, dass die Franken die Siedlung gründeten. Botenheim wurde zum ersten Mal im Jahr 793 erwähnt. Knapp 500 Jahre später entsteht die Matrienkirche. Und wiederum ein halbes Jahrhundert danach das ehemalige Schul- und Rathaus aus Sandstein. Heute ist es Heimatmuseum und das Wirtshausschild vom “Gasthaus Ochsen” hing früher an diesem Renaissancehaus. Erbaut wurde das Gülthaus 1605 als Zehntscheuer des Deutschen Ordens. Hier, in Botenheim, an der Peripherie des Ortes, lebt Familie Buyer auf dem ausgesiedelten Korn-Hof- mit zwei Kindern, Zwergziegen und vielen tausend Hennen- unter die sich hin und wieder auch mal ein Hahn mogelt.

Brackenheim, im Südwesten des Landkreises Heilbronn gelegen, darf sich nicht nur Theodor-Heuss-Stadt nennen, weil hier der erste Bundespräsident geboren wurde, Brackenheim ist auch eine Stadt der Schulen. Man darf davon ausgehen, dass hier bereits um 1400 eine Lateinschule existierte. Um 1609 leistete sich die Stadt einen Neubau und ab 1747 durften dann auch Mädchen zur Schule gehen. Heute ist Brackenheim in allen Schularten gut aufgestellt- und setzt, trotz des weitläufigen Stadtgebiets- auf Zentralisierung. Die Kinder der Stadt finden im Brackenheimer “Bildungscampus” von der Grund- und Hauptschule über die Realschule und das Gymnasium alles.

Und mit noch einem Superlativ darf sich die Stadt schmücken: Brackenheim ist die größte Weinbaukommune in Baden-Württemberg und, was den Rotwein betrifft, in ganz Deutschland. Diese Tatsachen sieht man hier auf den ersten Blick. Die Kernstadt und die meisten Stadtteile sind von Reben umgeben. Haberschlacht , zum Beispiel, kann auf eine 1000-jährige Weinbautradition zurück blicken. Das macht stolz. Viele, der Wengerter, die hier leben, sind Mitglieder der Weingärtner Stromberg-Zabergäu und liefern im Herbst den Ertrag ihrer Weinberge in der Genossenschaft ab. Dabei zählt jeder- die Großanlieferer genauso wie der Nebenerwerbswengerter.